Urwälder – Gastblog von Herbert Wölger, Nationalpark Gesäuse

Manche Urwälder verdanken wir dem Einsatz einzelner Personen, die – sich gegen allgemeines Unverständnis durchsetzend – den Wert des unberührten Waldes erkannten. Ein Beispiel dafür ist Albert Rothschild, der den Rothwald 1875 unter Schutz stellte (heute das Herz des Wildnisgebietes Dürrenstein). Ein anderes Beispiel ist Georg Franz August Buquoy, der eines der ersten Naturschutzgebiete in Europa schuf, als er 1838 Wälder im südböhmischen Hrady (Zofinsky prales, Hojna Voda) ausser Nutzung stellte, „um sie für die wahren Naturfreunde zu bewahren“ und „ein anschauliches Zeugnis längst vergangener Zeiten zu erhalten“. (Brief an seinen Forstinspektor vom 18. August 1838). Ab 1843 war für die Buquoy’schen Wälder ein Forstmeister Rowland verantwortlich, der dem Urwald übrigens empfindlichen Schaden zufügte, weil er der Meinung war, ein Wald würde ohne die schützende Hand des Menschen nicht überleben können.

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