Besuch der Alpinen Forschungs- und Ausbildungsstation Furka ALPFOR – Gastblog von Erika Hiltbrunner und Christian Körner

Drei Gebäude des 1917 erbauten militärischen Truppenlagers Furkablick (Kanton Uri, Zentralalpen) dienen seit 2008 in 2430 Meereshöhe als Zentrum der naturwissenschaftlichen Forschung und Ausbildung im Hochgebirge. Der mit der Universität Basel assoziierte, gemeinnützige Verein ALPFOR betreibt in Zusammenarbeit mit der Korporation Ursern und der armasuisse die Station (Präsident Christian Körner, Geschäftsführung Erika Hiltbrunner). Wissenschaftler, Studierende und Interessierte haben hier ideale Möglichkeiten den alpinen Lebensraum kennenzulernen und zu erforschen. ALPFOR ist auch ein Treffpunkt für die internationale Gebirgsforschung, Kurse und Tagungen. Der jährlich stattfindende, internationale Kurs für alpine Ökologie zieht inzwischen Studierende aus ganz Europa an.
Die Alpine Forschungs-und Ausbildungsstation Furka ALPFOR liegt im Kern der, alpinen Stufe‘, also im Lebensraum oberhalb der klimatischen Waldgrenze. Zusammen mit dem obersten Bergwald ist rund ein Drittel der Schweiz alpin.
Im Umfeld von 1 km um die Station gedeihen hier mehr als 300 Arten von Blütenpflanzen, was mehr als der Hälfte der alpinen von Blütenpflanzen der Schweiz entspricht. Aktuelle Forschungsprojekte auf der Station widmen sich der Grundlagenforschung wie dem Pflanzenleben unter Kälte, aber auch sehr angewandte Aspekten: wie stark verbuschtes Land wieder in offenes Grünland oder in einen artenreichen Bergwald überführt werden kann. Die Forschung an der Station wurde und wird vom Schweizerischen Nationalfonds, von öffentlichen Stellen und privaten Stiftungen gefördert. Die ALPFOR Station wird als höchstgelegene biologische Forschungsstation der Schweiz von der Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Uri, der Korporation Ursern, und dem Elektrizitätswerk Ursern unterstützt.